![]() Der Sucher kommt in der Hoffnung, etwas Endgültiges, Dauerndes, keinem Wechsel Unterworfenes zu finden, auf das er sich verlassen kann. Statt dessen wird ihm der Gedanke angeboten, dass das Leben nichts weiter ist, als was es zu sein scheint, ein Sack voller Wechselhaftigkeit, Mehrdeutigkeit und Vergänglichkeit. Das mag oft entmutigend sein, lohnt aber letztlich die Mühe, denn es gibt sonst nichts. Der Pilger wünscht sich eine endgültige Lebensweise und erfährt statt dessen: Der SINN, der sich aussprechen lässt, Er darf nur behalten, was er bereit ist, loszulassen. Mit der offenen Hand kann man das kühle, strömende Wasser aus dem Fluss schöpfen; mit der geschlossenen Faust gelingt es nicht, wie groß der Durst auch sein mag, der dieses verzweifelte Zugreifen bewirkt. (vgl. KOPP, 2002, S.11ff.) Autor: Sheldon B. Kopp |
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