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Diese Seite liefert ergänzendes Material zum Rollenspielsystem "Shadowrun". Falls Ihnen beide Begriffe fremd sein sollten - KEINE PANIK - Sie befinden sich in guter Gesellschaft. Shadowrun ist ein sogenanntes „Pen & Paper” Rollenspiel. Nun gut, damit können Sie nun möglicherweise genauso wenig anfangen. Beginnen wir also hier mit der Erklärung. Der Begriff des Rollenspieles existiert in verschiedenen Zusammenhängen. Im Bereich der Freizeitgestaltung finden wir das Rollenspiel als Computerspiel, Brettspiel und als sogenannte „Pen & Paper“ also Stift und Papier- Version. Die Gemeinsamkeit dieser Spielformen liegt darin, dass Sie, ähnlich einem Theaterspieler verschiedene Rollen, also Charaktere, in einer vorgegebenen Situation oder Umgebung verkörpern. Im Normalfall haben sie hier jedoch die Möglichkeit, diese Rollen selbst zu wählen. Die Umgebung und das Zeitalter in dem sie spielen, variiert in je nach Genre ihres Rollenspielsystems und kann sowohl im Altertum als auch in der Neuzeit oder gar der Zukunft spielen. Ebenso kann die zugehörige Spielwelt mehr oder weniger an der Realität orientiert sein. Rollenspiele mit überwiegend erdachten, phantastischen Spielwelten bezeichnet man als Fantasy-Rollenspielsysteme. Zu Beginn eines Pen & Paper Rollenspiels erschaffen sie Ihre
Rolle. Diese wird in Spielerkreisen auch „Charakter“
oder „Held“ genannt. Die Eigenheiten und Fähigkeiten
ihres Charakters werden auf einem Blatt Papier notiert (woraus sich
der Name des Genre ergibt). Dieses Stück Papier erhält
den ehrwürdigen Namen „Charakterblatt“. Das Rollenspiel kann mit einer beliebigen Anzahl von Personen gespielt
werden. In der Praxis bewähren sich jedoch Gruppen von 3 bis
6 Spielern. Was genau Sie in dieser Situation tun sollten, ergibt sich aus der Rolle, die sie verkörpern. Die Reaktion ihres Charakters bringen sie durch Beschreibung, wörtliche Rede und Mimik zum Ausdruck. Anders als in unserem Theaterbeispiel gibt es hier kein Requisiten – die Geschichte lebt in der Phantasie der Spieler. Ob die Handlungen Ihres Charakters erfolgreich verlaufen, ergibt sich aus den in Ihrem Charakterblatt notierten Fähigkeiten und der 'Laune' Ihrer Würfel - wobei die „Werte“, also Fähigkeiten, ihres Charakters ebenso wie der Schwierigkeitsgrad der geplanten Handlung darüber entscheiden, welches Würfelergebnis Sie für die erfolgreiche Durchführung Ihrer Aktion mindestens erzielen müssen. Dieses Zielergebnis nennt der Rollenspieler „Mindestwurf“. Je höher das für die Handlung erforderliche Talent ihres Charakters und je anspruchsloser die zu erfüllende Aufgabe, desto niedriger liegt der zu erfüllende Mindestwurf. Ihre Charakter wird die geplante Handlung in diesem Fall also mit großer Wahrscheinlichkeit erfolgreich durchführen. Ein derartiger Mindestwurf sollte immer dann erfüllt werden, wenn der Erfolg der durchzuführenden Handlung nicht selbstverständlich ist. Sie müssen also beispielsweise keinen Mindestwurf erfüllen, um Ihren Charakter sprechen oder geradeaus laufen zu lassen – es sei denn, gravierende, vom Spielleiter geschilderte Umstände (ein Knebel im Mund oder Sturmstärke 12) würden dieses Vorhaben behindern. Die erwähnten Werte, die die Begabungen und Fähigkeiten Ihres Charakters in verschiedenen Bereichen andeuten, ergeben sich je nach Rollenspielsystem aus dem sogenannten „Auswürfeln“, also der 'zufälligen' Bestimmung, oder der Verteilung eines festen Kontingentes an „Punkten“. Das Rollenspiel setzt sich also aus einem großen Teil Phantasie
und einem kleineren Teil Würfelgeschick
zusammen. Es ist, nach Anschaffung der Grundregelwerke, eine preiswerte
und vielseitige Freizeitbeschäftigung.
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