Der Vodun-Kult, oder auch einfach Voodoo genannt, stammt ursprünglich aus Schwarzafrika. Die Anfänge des Voodoo gehen auf afrikanische Religionen zurück, deren Wurzeln wahrscheinlich weit in die Steinzeit zurück reichen. Historisch erwähnt werden die "seltsamen Gebräuche der Schwarzen" erstmals um das 11.Jahrhundert. Fragt man allerdings einen afrikanischen Medizinmann oder Priester, wird dieser mit Sicherheit antworten, daß seine Religion schon immer existiert hat. Im Gegensatz zu anderen Religionen ist den Anhängern des Voodoo sehr wohl bewußt, daß ihre Religion nicht "schon immer" existiert hat, sondern viel mehr aus einem Zusammenschluß mehrerer, der schon erwähnten, afrikanischen Religionen mit dem Glauben der haitianischen Ureinwohner gebildet wurde. Da diese Religionen nicht primär monotheistisch (eingottgläubig) orientiert waren, stellte eine Kombination dieser Religionen, kein Gewissensproblem für die damaligen Sklaven dar. Doch woran glauben nun Anhänger des Voodoo? Nun, wie in vielen anderen Religionen glauben die Anhänger des Voodoo an Götter. Nur im Gegensatz zu anderen Religionen kann man diese Götter sehen, anfassen und mit ihnen sprechen. Dies wird durch rituelle Besessenheit ermöglicht, die das Kernstück einer Voodoo-Zeremonie bildet, ermöglicht. Sprich ein Loa (Gott) hat keinen eigenen Körper, sondern bedient sich, bei Bedarf, der Körper seiner Gläubigen. Jetzt wird jeder an Dämonen, Teufel und unfreiwillig Besessene denken. Nein, im Voodoo bedarf es einer freiwilligen Trance, um die Besessenheit durch einen Loa zu erreichen. Dieser Trancezustand ist auch sehr leicht wieder, ähnlich einer leichten Hypnose, zu beenden. Zusätzlich sei noch gesagt, daß im Voodoo kein Teufel existiert, sondern maximal ein paar Loas die leicht zu zwielichtigen Aktionen zu bewegen sind. Nach alteuropäischen Definitionen sind Loas am besten, in ihrer Macht, mit Dämonen zu vergleichen. Aber ihr Charakter weicht stark von der üblichen Dämonendefinition ab. Zwar können Loas auch rachsüchtig und grausam sein, aber auch gutmütig und nachsichtig. So sehr die Macht der Loas an Dämonen erinnert, so erinnern ihre vielfältigen Charaktere an die diversesten Götter der Antike, sowie die nordischen Götter. Wie geht es für die Voodoo-Anhänger nach dem Tod weiter? Im Voodoo geht man davon aus, daß man nach seinem physischen Tod nach "Dahome" kommt, welches nicht mit der afrikanischen Landschaft zu verwechseln ist, sondern einen Garten Eden darstellt. Dort darf man exakt ein Jahr verbringen, bis man sich entweder selbst zum Loa entwickelt hat, oder man wird wiedergeboren. Je nach dem, wie man sich in seinem Vorleben zu Mitmenschen und Loas verhalten hat, wird man in einem entsprechenden Körper geboren. mit freundlicher Genehmigung seitens Papa
Nemo.
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