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Samurai (jap.): Dienender, Aufwartender (auch Ji, Shi). Jisha- Gesellschafter, Begleiter.Samurai steht für die japanische Kriegerkaste aus der Feudalzeit, die ursprünglich zum persönlichen Schutz der imperialen Herren gegründet wurde. Die Bezeichnung stammt von dem Wort Saburai (abgeleitet von Saburau - sich an der Seite halten). Als Samurai bezeichnete man nur Krieger eines bestimmten Ranges, die aus den Kriegerfamilien (Buke) stammten. Krieger von niederem Rang wurden zumeist nur "Bushi" oder "Bujin" genannt. Allein den Samurai stand es zu, das "Daishu" (auch "Ken") zu tragen. Status und Kodex der Samurai Die Samurai (Shi) standen unabhängig von ihrem Reichtum und ihrem Titel ganz oben. Sie bekleideten nahezu alle Regierungsämter und bildeten die gesamte Beamtenschaft. Danach kamen in der Hierarchie die Bauern (No), weil sie die lebenswichtigen Reiserträge sicherten. Zuletzt kamen die Handwerker (Ko) und die Kaufleute (Sho). Obwohl die letzteren zum Teil große Reichtümer anhäuften, hatten sie in der Gesellschaftsordnung das geringste Ansehen. Die Tokugawa-Periode brachte dem Land nicht nur den Frieden, sondern auch Tausende von herrenlosen Samurai (Ronin) die in Friedenszeiten von ihrem Daimyô nicht gebraucht wurden und die, meist mittellos, jedoch zur obersten Sozialschicht gehörend, oft plündernd im Land umherzogen. Die besten unter Ihnen gründeten Kampfschulen (Ryû), dadurch gewann das Kriegerhandwerk einen größeren Aufschwung als je zuvor. Die Arbeitslosigkeit des Samurai-Standes änderte nichts an ihrem Kodex (Bushido). Er wurde vielmehr gerade in jener Zeit kodifiziert und zusammen mit dem Schwertethos (Ken) in strenge Formen gebracht (Hagakure). Damit begann die Blütezeit der Kampfkünste. Nach Beendigung der Meiji-Restauration (um 1900) wurden die Samurai wieder zu normalen Bürgern erklärt und ihr Kodex, das Bushido, durch westliche Einflüsse überschattet. Kurze Zeit darauf jedoch setzte es sich erneut in der Mentalität Japans durch und ist heute stärker denn je in allen gesellschaftlichen Strukturen Japans zu beobachten. Die Geschichte der Samurai begann im Jahre 792 n. Chr. [...] Um sich zentral zu organisieren, gründete die Kriegerkaste parallel zum herrschenden Kaiserhaus das Shogunat, das eigentliche Machtzentrum Japans, das nach außen hin dem entmachteten Kaiser Loyalität bezeugte, jedoch in seiner Burg (Bafuku) eigenmächtig regierte.[...] Das Handwerk der Samurai war das Heiho (Methode des Kriegers), innerhalb dessen sich die Kampfsysteme des Bujutsu (Technik des Kriegers) entwickelten. 1573 stürzte einer der mächtigen kriegerischen Daimyô (ODA NOBUNAGA) den amtierenden Ashikga-Shogun und gewann die politische Macht über das Kaiserreich. 1582 jedoch wurde er ermordet, und ein niederer Krieger (HIDEYOSHI) gewann die Macht. Er unterwarf alle rivalisierenden Daimyô und einigte das Reich. Gleichzeitig begründete er die Rangordnung, nach der die Kriegerkaste (Samurai) die herrschende Kaste war und alle anderen zur niederen Kaste gehörten. 1603 ließ sich TOKUGAWA IEYASU aus eigenem Ermessen zum neuen Shogun ernennen und besiegte in der Schlacht von Sekighara den minderjährigen Erben Hideyoshis, seinen Sohn HIDEYORI und dessen Verbündete. Er bestimmte, daß das Shogunat in Zukunft Familienerbe sei, wie dies auch beim Kaiser üblich war. Dadurch war die ganze Macht Japans in den Händen der Kriegerfamilien. Samurai-Geist - Der Weg eines Kriegers in den japanischen Kampfkünsten Das Vermächtnis eines alten Samurai, eines Schwertkämpfers der Tokugawa-Zeit, der vertraut ist mit der Frage von Leben und Tod, von Sieg und Niederlage: die überlieferten und über Jahrhunderte erprobten Prinzipien und Werte der Ausbildung zum Samurai, ihr Nutzen im Alltag und im sportlichen Wettkampf. Ein Buch für alle, die praktisch oder theoretisch an den traditionellen Kampfkünsten interessiert sind, gleich ob an Kendô, Iaidô, Karate-dô, Aikidô, Jûdô oder anderen. Es beschreibt, was alle diese Praktiken verbindet: den Weg zur menschlichen Vervollkommnung. © 1998-2001 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften |